Warum eine technische SEO-Audit wichtig ist
Bevor Sie einen Webdesigner beauftragen oder eine neue Website erstellen lassen, sollten Sie wissen, welche technischen SEO-Anforderungen erfüllt sein müssen. Viele Webdesigner konzentrieren sich nur auf das visuelle Design und vernachlässigen technische SEO, was zu schlechten Rankings führt.
Eine technische SEO-Audit hilft Ihnen, Probleme zu identifizieren, bevor sie zu Ranking-Problemen führen. Sie können diese Checkliste auch nutzen, um zu prüfen, ob Ihr aktueller Webdesigner die wichtigsten technischen SEO-Aspekte richtig umgesetzt hat.
Technische SEO ist die Grundlage für alle anderen SEO-Maßnahmen. Selbst der beste Content wird nicht ranken, wenn Suchmaschinen Ihre Website nicht crawlen und indexieren können.
Crawlbarkeit und Indexierung: Die Basis für SEO
Robots.txt prüfen:
Die robots.txt Datei sollte existieren und korrekt konfiguriert sein. Prüfen Sie, ob wichtige Seiten nicht versehentlich blockiert sind. Nutzen Sie die Google Search Console, um zu sehen, welche Seiten blockiert sind.
XML-Sitemap:
Ihre Website sollte eine XML-Sitemap haben, die alle wichtigen Seiten enthält. Die Sitemap sollte in der robots.txt referenziert und in der Google Search Console eingereicht sein. Prüfen Sie, ob die Sitemap aktuell ist und keine 404-Fehler enthält.
Canonical Tags:
Jede Seite sollte einen Canonical Tag haben, der auf sich selbst oder die bevorzugte Version zeigt. Dies verhindert Duplicate Content Probleme. Prüfen Sie, ob es keine fehlerhaften Canonical Tags gibt, die auf 404-Seiten zeigen.
Meta Robots Tags:
Prüfen Sie, ob Seiten, die nicht indexiert werden sollen (z.B. Admin-Bereiche, Testseiten), korrekte noindex Tags haben. Wichtige Seiten sollten keine noindex Tags haben, es sei denn, es gibt einen guten Grund.
404-Fehler:
Nutzen Sie Tools wie Screaming Frog oder die Google Search Console, um 404-Fehler zu finden. Diese sollten behoben oder mit 301-Weiterleitungen versehen werden. Prüfen Sie auch, ob interne Links auf 404-Seiten zeigen.
URL-Struktur und Redirects
URL-Struktur:
URLs sollten kurz, beschreibend und mit Keywords sein. Vermeiden Sie lange Parameter-URLs oder kryptische IDs. Die URL-Struktur sollte die Hierarchie Ihrer Website widerspiegeln.
HTTPS:
Ihre gesamte Website sollte über HTTPS erreichbar sein. Prüfen Sie, ob alle HTTP-Versionen auf HTTPS weiterleiten. Gemischte Inhalte (HTTP-Ressourcen auf HTTPS-Seiten) sollten vermieden werden.
301 vs. 302 Redirects:
Permanente Weiterleitungen sollten 301 Redirects sein, nicht 302. Prüfen Sie, ob alle alten URLs korrekt weitergeleitet werden. Redirect-Ketten (mehrere Redirects hintereinander) sollten vermieden werden.
WWW vs. Non-WWW:
Entscheiden Sie sich für eine Version (www oder non-www) und leiten Sie die andere Version weiter. Beide sollten in der Google Search Console verifiziert sein, aber eine sollte als bevorzugt markiert sein.
Seitenstruktur und HTML
Title-Tags:
Jede Seite sollte einen einzigartigen Title-Tag haben, der 50-60 Zeichen lang ist und das Hauptkeyword enthält. Prüfen Sie, ob es keine fehlenden oder doppelten Title-Tags gibt.
Meta Descriptions:
Jede Seite sollte eine einzigartige Meta Description haben, die 150-160 Zeichen lang ist. Meta Descriptions sollten ansprechend formuliert sein und zur Click-Through-Rate beitragen.
H1-Tags:
Jede Seite sollte genau einen H1-Tag haben, der das Hauptthema der Seite beschreibt. Der H1 sollte das Hauptkeyword enthalten, aber natürlich formuliert sein.
Überschriften-Hierarchie:
Die Überschriften sollten logisch strukturiert sein: H1, dann H2, dann H3, etc. Überspringen Sie keine Ebenen (z.B. H1 direkt zu H3).
Strukturierte Daten:
Prüfen Sie, ob relevante Schema.org Markup implementiert ist (z.B. LocalBusiness, Article, Product). Nutzen Sie den Google Rich Results Test, um zu prüfen, ob das Markup korrekt ist.
Mobile-First und Performance
Mobile-First Indexing:
Google verwendet Mobile-First Indexing. Prüfen Sie, ob die mobile Version Ihrer Website vollständig ist und nicht weniger Content hat als die Desktop-Version. Nutzen Sie den Mobile-Friendly Test von Google.
Viewport Meta-Tag:
Das Viewport Meta-Tag sollte vorhanden sein: <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1">. Ohne dieses Tag wird Ihre Website auf mobilen Geräten nicht richtig angezeigt.
Core Web Vitals:
Prüfen Sie LCP (sollte unter 2,5s sein), FID/INP (sollte unter 200ms sein), und CLS (sollte unter 0,1 sein). Nutzen Sie PageSpeed Insights für detaillierte Analysen.
Bildoptimierung:
Bilder sollten optimiert sein: WebP-Format wo möglich, komprimiert, und in der richtigen Größe. Bilder sollten alt-Attribute haben. Lazy Loading sollte für nicht-kritische Bilder implementiert sein.
Interne Verlinkung und Navigation
Interne Verlinkung:
Prüfen Sie, ob wichtige Seiten gut intern verlinkt sind. Die Startseite sollte zu allen wichtigen Kategorieseiten verlinken. Nutzen Sie beschreibende Anchor-Texte für interne Links.
Navigation:
Die Navigation sollte klar und logisch sein. Breadcrumbs sollten für tiefe Hierarchien implementiert sein. Prüfen Sie, ob alle wichtigen Seiten über die Navigation erreichbar sind.
404-Seiten:
Ihre 404-Seite sollte hilfreich sein und Links zu wichtigen Bereichen enthalten. Sie sollte nicht einfach "Seite nicht gefunden" sagen, sondern Nutzern helfen, das zu finden, was sie suchen.
Sicherheit und Zugänglichkeit
SSL-Zertifikat:
Ihre Website sollte ein gültiges SSL-Zertifikat haben. Prüfen Sie, ob es nicht abgelaufen ist und keine Sicherheitswarnungen zeigt.
Sicherheits-Header:
Prüfen Sie, ob Sicherheits-Header wie X-Content-Type-Options, X-Frame-Options, und Content-Security-Policy gesetzt sind. Dies verbessert Sicherheit und kann auch SEO beeinflussen.
Zugänglichkeit:
Grundlegende Zugänglichkeit ist wichtig. Bilder sollten Alt-Texte haben, Links sollten beschreibend sein, und die Website sollte mit Tastatur navigierbar sein.
Erweiterte technische SEO-Punkte
JavaScript-Rendering:
Wenn Ihre Website viel JavaScript verwendet, prüfen Sie, ob wichtige Inhalte auch ohne JavaScript verfügbar sind. Google kann JavaScript rendern, aber es ist besser, wichtige Inhalte im HTML zu haben.
Internationale SEO:
Wenn Sie mehrere Sprachen oder Länder bedienen, prüfen Sie, ob hreflang Tags korrekt implementiert sind. Jede Sprachversion sollte klar definiert sein.
AMP (wenn verwendet):
Wenn Sie AMP verwenden, prüfen Sie, ob die AMP-Versionen korrekt validiert sind und keine Fehler haben.
Structured Data Fehler:
Prüfen Sie regelmäßig die Google Search Console auf Structured Data Fehler. Diese sollten behoben werden, da sie Rich Snippets verhindern können.
So führen Sie eine technische SEO-Audit durch
Tools nutzen:
Nutzen Sie Tools wie Screaming Frog, Google Search Console, PageSpeed Insights, und den Rich Results Test. Diese Tools zeigen viele technische Probleme automatisch auf.
Manuelle Prüfung:
Nicht alles kann automatisch geprüft werden. Prüfen Sie manuell die wichtigsten Seiten, die Navigation, und die mobile Version.
Regelmäßige Audits:
Führen Sie regelmäßig (z.B. vierteljährlich) technische SEO-Audits durch, um Probleme früh zu erkennen. Nach größeren Website-Änderungen sollten Sie sofort eine Audit durchführen.
Dokumentation:
Dokumentieren Sie alle gefundenen Probleme und deren Priorität. Erstellen Sie einen Plan, um die wichtigsten Probleme zuerst zu beheben.
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